iMPRESSIONEN

Impressionen Vernissage der "UnMaking Characters", 01. September 2018

Photos (c) Uwe Mikulla

Yossi Gutmann präsentierte seine "Deliberations: pieces for unaccompanied viola" im ArtStudio Maria Wirth, September 2018. Drei bezaubernde musikalische Reisen in die Welt der Malerei!

Im Gespräch mit Maria Wirth über ihren geisteswissenschaftlichen und künstlerischen Hintergrund, über leitende Motive und Fragestellungen ihrer Kunst und über die Kernidee ihres ArtStudio in Berlin-Charlottenburg.

Ein Interview von Michael Aquarius, Juli 2018

Aus dem Interview:

Maria Wirth zur Frage nach der Verbindung ihres geisteswissenschaftlichen und künstlerischen Werdegangs: Es hat sich nicht erst später die Idee entwickelt zusätzlich zur Geisteswissenschaft (Deutsche Philologie und Philosophie) noch Kunst zu machen. Im Grunde hat mich schon immer die Bedeutung der Welt des Sinnlichen und des körperlich-intuitiven für die menschliche Existenz  interessiert und auch die Frage, wie man diese Bereiche, diesen Erfahrungsraum, der nicht greifbar ist, aus dem subjektiven Bereich herausholen, das heißt, mit künstlerischen Mitteln objektivieren kann, damit Menschen darüber reden können. Darüber hinaus finde ich, dass Kunst inhaltsreich sein soll, sie muss etwas zu sagen haben und Themen ansprechen, die die Menschen beschäftigen.

 

Über den Standort des ArtStudio Maria Wirth: Ich stelle mir als Vision für diesen Ort vor, dass er eine Plattform für Künstler wird, für die Begegnung mit Künstlern im Ursprung ihres Schaffens. Und, dass hier das Publikum erfahren kann, wie Kunst erst entsteht, was es bedeutet, KünstlerIn zu sein auf dem langen Weg zum fertigen Kunstwerk. Und geht es auch um die Idee, den wirtschaftlichen Aspekt als Maßstab für Kunstpräsentation in den Hintergrund zu rücken und bewusst zu machen, dass hinter jedem Kunstwerk ein Mensch steht, was ihn antreibt, und dass das Kunstwerk ganz individuell mit geschichtlichen, kulturellen und sozialen Bedingungen zu tun hat. Ich glaube, dass es sehr wichtig für das Verständnis von Kunst ist, auch hierzu Zugang zu haben: dass es immer einen Hintergrund, ein Subjekt gibt, das einen ganz eigenen Leidensweg und eine eigene Biographie hat.