Künstlerinnen und Künstler A-Z

Anton Halbblut

Anton Halbblut studierte in Moskau am Tschaikowsky Music College und am Tschaikowsky Konservatorium bei Prof. Natalia Schahovskaya. Nach dem Abschluss 1998 zog er nach Tel Aviv, Israel, und wurde Cellist des Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Metha.

Als Solocellist bei der Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz besuchte Anton Halbblut im Zeitraum von 2000 bis 2002 mehrere Länder. Von 2002 bis 2009 war er Vorspieler der Violoncelli bei der Neuen Philharmonie Westfalen. Als freischaffender Cellist gestaltete Anton Halbblut zahlreiche Auftritte bei Musikfestivals. Nach einer Einladung von Professor Zakhar Bron ist er Mitglied des Bron Chambers beim Musikfestival Interlaken Classics.

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Boriana Pertchinska

Boriana Pertchinska, geboren 1974 in Sofia, Besuch der Nationalschule der Bildenden Künste Ilia Petrov von 1988 bis 1993 und 1999 Abschluss M.A. in Wandmalerei an Nationalakademie der Bildenden Künste Sofia. Seit 1997 internationale Ausstellungen u.a. in der Schweiz, Österreich, Spanien, Kanada, Malta, Taiwan, Frankreich und Deutschland. Ehrung durch verschiedene Stipendien und Auszeichnungen, darunter 2009 die Auszeichnung für beson-deren Verdienst durch die International d’Art Miniature Quebec/ Kanada, 2002 der UBA-Wettbewerbssieg für die Teilnahme an der internationalen Ausstellung „100 Faces“ und 2001 der National-Award des bulgarischen Ministerrates. Ihre Werke befinden sich u.a. im Besitz des Oberhaus Museums Passau, des Museums der Nationalakademie der Bildenden Künste Sofia und der rumänischen Botschaft.

www.boriana-pertchinska.com

Dana Bennewitz

Dana Bennewitz, 1974 in Berlin-Köpenick geboren, lebt seit 2000 im Westhavelland/Brandenburg. Ihre Malerei ist einerseits von Märchen und Mythen inspiriert, andererseits vom Lebensalltag und der ihm innewohnenden Skurrilität. In den Welten, in denen die Protagonisten ihrer Bilder wandeln, wird Realität mit innerer Illusion und Traum verwoben. So entstehen Szenen, die die komplexen Facetten individuell gelebter Realitäten darstellen, in denen die Grenzen zwischen Innen und Außen in ihrer Widersprüchlichkeit verschwimmen. Dana Bennewitz malt in einer alten Technik, der Lasurtechnik, die sie sich über Jahre in Recherchen, Betrachtungen mittelalterlicher Bilder und eigenen Experimenten angeeignet hat. Genauso, wie die Bilder den Betrachter inhaltlich über mehrere Ebenen immer tiefer in ihre Symbolik hineinführen, ist die Farbe in Schichten aufgetragen. Dies verleiht der Farbenwelt der Werke eine eigene Brillanz und Tiefe. www.theartangel.de

Frank Jerke

Frank Jerke, 1965 in Berlin geboren, stammt aus einer echten Photographenfamilie. Bereits seine Großeltern und seine Mutter übten diesen Beruf aus, was ihn sprichwörtlich in eine Welt hineinwachsen ließ, die immer durch den Blick des Photographen und seiner Kamera gespiegelt und gedacht werden konnte. Seinen beruflichen Werdegang begann Frank Jerke zunächst in einer Werbeagentur, entschied sich jedoch bald für den Weg als freier Photograph für Künstler sowie im Sektor Produkt- und Werbephotographie. Unter dem Titel "Digital emigrants on wood" kreiert er Photo-Transformationen auf Holz, die von einer Art Defiziterfahrung inspiriert wurden, die er mit der mittlerweile inflationär gewordenen Digitalphotographie verbindet: der Mangel am Kontakt zu und der Auseinandersetzung mit sinnlichen Materialien, sowie der Verlust von Momenten des Unverfügbaren und Überraschenden. Die „Digital emigrants on wood“ sind digital entstandene Photographien, die Frank Jerke zurückkehren lässt in das natürliche, analoge Medium Holz. Die Herausforderung an diesen Arbeiten liegt darin, Symbiosen aus zwei artfremden Ästhetiken zu schaffen: aus der Ästhetik naturgewachsener Strukturen und der Ästhetik digital konzipierter Graphiken. www.frankjerke.de

Günay Shamsi

1986 in Baku geboren, lebt und arbeitet Günay Shamsi seit 2015 in Berlin. Ihr künstlerischer Werdegang verzeichnet neben einer Ausbildung zur Klavierspielerin (1991-1998), einem Diplom mit Auszeichnung an der Aserbaidschanischen Staatlichen Universität für Kultur (2007-2011) und dem Diplom der Deutsch-Aserbaidschanischen Gesellschaft e. V für die Verdienste bei der Entwicklung der Deutsch-Aserbaidschanischen Freundschaftsbeziehungen (2010) zahlreiche Kunstpreise. Die Ausbildung im Bereich Restaurierung (2004-2006) und das Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee Berlin seit 2015 führen den Wirkungskreis von Günay Shamsi über den Horizont der Malerei hinaus. Seit 2009 ist sie auf zahlreichen Gemeinschafts- und Einzelausstellungen in Berlin, Baku, Moskau, Prag, Paris, Normandie, Tromsø, Potsdam, Fulda und Bremen vertreten, darunter auch bei der United Buddy Bears Show 2009/10 in Berlin. www.gunay-shamsi.com

Hakan Tuğrul

Hakan Tuğrul (*1985) lebt heute als Santur-Solist, Komponist und Santur-Lehrer in Berlin und Istanbul. Von Jugend an begeistert von Musik, entdeckte er 2009 die Santur. Zunächst Autodidakt, erweiterte er seine Fähigkeiten auf Reisen durch Iran, wo er viele Santur-Meister, darunter Ali Bahrami Fard, anerkannter Santur-Solist und Dozent an der Universität in Teheran, kennenlernte. Hakan ist Verfasser von Kompositionen für Alben (“Coalesce”, Temir Taikşa u.a., 2014), Dokumentationen und Filme. Mit Musikprojekt „Ebed Trio“ Teilnahme an verschiedenen Musikfestivals wie dem Mystic Music Festival (Lettland), Mystic Rose Festival (Griechenland), Sufi Celebration (Griechenland), Hermitage Urban Spiritual Hub (Rumänien). Engagements in Meditations- und Yogakursen in der Türkei, Griechenland und Deutschland. Mit Ney-Spieler Tayfun Guttstadt 2018 gemeinsamer Auftritt beim Fusion Festival in Deutschland mit dem Projekt „Efendi Groove“.

Hamid Sadighi Neiriz

Hamid Sadighi Neiriz, 1947 in Teheran geb., zog mit 17 Jahren nach Westberlin, um Kunst zu studieren: ab 1966 erst Architektur, dann Photographie (Hochschule für Bildenden Künste, HfBK), ab 1972 Kunstgeschichte und Archäologie (TU Berlin) sowie Kunstgeschichte und Ethnologie (FU Berlin), 1976/77 Studienreise nach Teheran zum Studium persischer Mystik & Philosophie und Archäologie an der Universität Teheran. 1980 zus. mit Karin und Robin Hawkes Gründer der Berliner Galerie Neiriz - bis 2014 eine der führenden Galerien für Kelims und Artefakte außereuropäischer Kunst sowie in den 1980ern mit Ausstellungen zeitgenössischer Künstler wie Harald Metzkes und Michaela Holzheimer aktiv. Seine Malerei entwickelte Neiriz lange Jahre privat neben seinem Beruf als Händler und Sammler, während er bereits 1978/79 Photographien in Teheran ausstellte, die aufgrund ihrer sozialkritischen Botschaft viel öffentliche Aufmerksamkeit erhielten. Die erste große Ausstellung eigener Malereien fand 2001/02 in der Zitadelle Spandau statt.

www.hamid-sadighi-neiriz.com

Ilona Ottenbreit

Ilona Ottenbreit, geboren 1972 in Erbach/ Odenwald, studierte ab 1998 Malerei bei Prof. Volker Stelzmann an der Universität der Künste Berlin, 2002 Wechsel in die Bildhauerei zu Prof. Harro Jacob mit Abschluss als Meister-schülerin 2006. Seit 2001 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen, Stipendien national und international, darunter das Stipendium für Malerei der Dorothea Konwiarz Stiftung im Jahr 2001 und ein Arbeitsstipendium in Collioure, Côte Vermeille, Frankreich im Jahr 2005. Ihre Werke befinden sich in den öffentlichen Sammlungen der BBBank Berlin und der PTV Karlsruhe. 2011 gründete Ilona Ottenbreit die Performancegruppe „Dimensionen“. Dies war die Initiation für Konzeptentwicklungen im Live-Performancebereich, die Tanz, Theater, Musik und Malerei miteinander verbinden. 2011 und 2013 erhielt sie öffentliche Projektförderungen für die Skulpturen-Tanz-Performances "Dimensionen" und "Homo Utopiens". www.ilonaottenbreit.de

Jan Beumelburg

1965 in Neustadt am Rübenberge geboren, studierte Jan Beumelburg ab 1984 Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, 1990 Diplom und Meisterschüler von Prof. Roland Dörfler. 1990 bis 1993 freiberuflich am Staatstheater Braunschweig und Schauspiel Frankfurt a.M. tätig. Seit 1990 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im Inland (darunter Braunschweig, Berlin, Marburg, Potsdam, Frankfurt a.M., Cottbus, Frankfurt a.d.O., Belzig, Tübingen, Ahrenshoop) und Ausland (Amsterdam, Haifa/ Israel, Paris, Minca/ Kolumbien), seit 1997 mit verschiedenen Stipendien u.a. dem Residenzstipendium Schloß Wiepersdorf ausgezeichnet. Auch in anderen künstlerischen Bereichen wie Kunst am Bau erfolgreich, setzt sich Jan in der Malerei auf inhaltlich wie stilistisch unterschiedliche Weisen mit dem Motiv des menschlichen Körpers auseinander. Ihn interessiert, wie er sagt „die Vermischung verschiedener Räume wie Außen- oder Innenräume und unterschiedlicher zeitlicher Ebenen. Collagen-artig anmutende Versatzstücke formen sich scheinbar widerspruchslos zu Arrangements, in denen sich Profanes und Bedeutendes, Elemente der makroskopischen Welt und des Mikrokosmos, Komisches und Melancholisches Seite an Seite finden“. In den neueren Arbeiten komme vermehrt die Beschäftigung mit der eigenen Familiengeschichte hinzu, die Jan Impulse gibt, Versatzstücke aus (alten) Fotos in neue Kontexte zu versetzen: „Was sich in früheren Bildern noch als zeichnerische Spur in der Verbindung mit Malerei ausdrückte, wird nun von der monochromen Farbigkeit der fotografischen Versatzstücke geleistet und führt zu jener eigentümlichen Verbindung von Malerei und Grafik, von Gefühl und Verstand, die sich wie ein roter Faden durch mein Werk zieht.“ www.jan-beumelburg.de

Kana Tanaka

Kana Tanaka wurde in Japan geboren und begann 1997 Hip-Hop und Jazz Dance zu erlernen. Nach dem Abitur ging sie nach New York, um sich am Broadway Dance Center und der Tanzschule Steps On Broadway weiter ausbilden zu lassen. Nachdem sie nach Japan zurückgekehrt war, arbeitete sie als Background-Tänzerin von Musikern und nahm an zahlreichen Tanzfestivals in Japan teil. Seit 2005 setzte sich Kana mit zeitgenössischem Tanz auseinander und startete eine professionelle Tanzkarriere. Während des fortlaufenden Trainings entwickelte sie ihren eigenen Tanzstil. 2006 begann Kana als Mitglied der Tanzgruppe BabyQ unter der Leitung von Yoko Higashino zu arbeiten. Außerdem nahm sie an verschiedenen Tanzfestivals in Europa und Asien teil. Als Solotänzerin im zeitgenössischen Tanz arbeitete sie mit vielen unterschiedlichen Künstlern zusammen. Seit 2012 lebt sie in Berlin.

Lilian Noetzel

Lilian Noetzel (*1963) ist freie Autorin, Lektorin und Dozentin. Zum Text kam sie ursprünglich vom Textil aus: die ausgebildete Handweberin absolvierte das Studium der Rhetorik (Lehrstuhl gegründet von Walter Jens), Literaturwissenschaften, Mediävistik und parallel ein praxisküns-tlerisches Zusatzstudium in Literatur und Theater im Studio Literatur & Theater der Universität Tübingen unter der Leitung von Uwe Kolbe mit Zertifikatsabschluss. Nach dem Examen hielt sie von 2007 bis 2013 regelmäßig Lehrveranstaltungen in Stilistik und in Kreativem Schreiben am Seminar für Allgemeine Rhetorik, Philosophische Fakultät der Universität Tübingen. Nach der Publikation von Belishs Garten folgten weitere Veröffentlichungen (Essay, Erzählung, Lyrik), Stipendien, Preise (u.a. Georg-K.-Glaser-Förderpreis 2015), Lesungen, Performances. Lilian Noetzel arbeitet bei der Künstler- und Medienagentur NeueMedia Berlin.

Marek Benczewski

Marek Benczewski, 1953 in Polen geboren, seit 1980 in Deutschland, lebt und arbeitet seit 2014 in Berlin. Neben dem eigenen Kunstschaffen ist er zusätzlich Initiator und Organisator vielfältiger internationaler Kunst- und Kulturprojekte, u.a. in den Bereichen Performance (z.B. „Vorübergehendes Fall- und Ohnmachtstheater“, 1999-2007 in Italien, Russland, Polen, Deutschland), Sozialpädagogik und Installation (station vision aktuell in Berlin). Als Zeichner ist Marek ein aufmerksamer Detektor der Zeitgeschichte, die er mit scharfer Bleistiftspitze oder fließender Tuschefeder ins Visier nimmt. Seine Arbeiten, fein im Detail und dazu aufgelegt den Sinn des Betrachters herauszufordern, verstehen sich als Denkstücke über die Gegenwart. Durch ihren mal poetischen, mal grotesken Gestus werden sie zu gezeichneten Metaphern des Lebens. Nicht zufällig befindet sich manchmal das Wesentliche außerhalb des Bildes. www.benczewski.de

Sara Assadi

Sara Assadi, 1985 in Teheran geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet seit 2008 in Berlin. Mit Kunst und Malerei setzte sie sich bereits während der Gymnasialzeit auseinander, Abiturabschluss in Grafik-design. Vertiefender Aufbau der künstlerischen Fertigkeiten parallel zum akademischen Werdegang mit Abschlüssen in Produktdesign (B.A.) sowie Technologie- und Innovationsmanagement (M.Sc.).

 

Seit 2015 ist sie professionell als Künstlerin tätig. Saras Malerei ist ein Weiterdenken von Figuration durch die Betonung einer deformierten und reduzierten Formsprache. Im Dialog mit dem Eigenwert von Farbe entwickeln sich hierbei die Ausdruckskraft von Linie und Duktus sowie das Spiel mit Vorder- und Hintergrund zu Trägern gesellschaftsphilosophischer Fragen. www.sara-assadi.com

Tiba (Mohsen Tighbakhsh)

Tiba wurde 1968 in Teheran geboren. Um trotz der turbulenten Zeiten, die in seinen jungen Jahren den Iran prägten, seinen Lebens-unterhalt zu sichern und dennoch der Kunst nahe zu bleiben, erlern-te er die Restaurierung antiker Teppiche und Textilien. 1993 verließ er den Iran, um seine Visionen als Künstler zu verwirklichen. Neben der Begabung für Zeichnung und dem Drang zu künstlerischen Entwürfen war Tiba von Jugend an fasziniert davon, das Tätowieren zu beherrschen - das kunstvolle Gestalten der menschlichen Haut und des Körpers. Seit 1996 in Deutschland, verfolgte er diesen Traum durch autodidaktisches Lernen. 2006 eröffnete der Deutsch-Iraner sein eigenes Tattoo-Studio in Berlin und zählt mittlerweile einige Prominente zu seinen Kunden. Der berufliche Erfolg als Tätowierer ermöglichte die Einrichtung eines eigenen Ateliers. Das war die Initialzündung für die umfassende künstlerische Auseinan-dersetzung mit Malerei in Verbindung mit Kelims (Teppichen) sowie der Entwicklung neuer Ideen im Objektbereich. www.tibart.de

Yossi Gutmann

Geboren 1947 in Tel Aviv studierte Yossi Gutmann mit Odeon Partos, Noam Sheriff und William Primrose. Dank der Unterstützung von Yehudi Menuhin kam er als 16-Jähriger nach Europa. Er war Schüler von Nadia Boulanger, Tibor Varga und Sergiu Celibidache. Als Erster Solobratschist arbeitete er bei den Hamburger Symphonikern, beim Radio-Symphonie-Orchester Berlin (heute Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, DSO) und bei den Bayreuther Festspielen. Er ist Professor Emeritus in Musik, Haydn Konservatorium, Eisenstadt, Österreich. Außerdem wirkte Yossi Gutmann in einigen berühmten Kammermusik-Gruppen wie dem Amati Ensemble mit. Er gehörte zu den Mitgründern des MelosQuartetts und gründete unter anderem das Stradivari Sextett Habisreutinger und The Gutmann/Maile Ensemble Berlin. Fasziniert von neuer Musik und experimentierfreudigen Avantgarde-Kreisen, arbeitete Yossi Gutmann mit Péter Eötvös, Karlheinz Stockhausen und Steve Lacy zusammen. Für das Ungarische/New Yorker Avantgarde SQUAT Theatre komponierte er mehrere Stücke. Namenhafte Komponisten haben für ihn geschrieben, Yehuda Yannay widmete ihm das Viola solo „Exquisite for Viola“ 2013. Yossi Gutmann lebt seit 2013 als freischaffender Künstler in Berlin.