16. August 2019 bis 22. September 2019

Über die Ausstellung: FaceAbilities. Portraits à la Art

Präsentiert werden sechs in ihrer Technik und inhaltlichen Herangehensweise sehr verschiedene Umsetzungen des Genres Portrait. Jede der künstlerischen Positionen für sich, und noch mehr das Nebeneinander ihrer Unterschiede und Gemeinsamkeiten geben Einblicke in die Magie und das intime Gespür für den Anderen, welche künstlerische Portraits besitzen.

 

Unter Portrait verstehen wir die Darstellung einer Person mit dem besonderen Anspruch, mithilfe künstlerischer Mittel etwas dieser Person Wesentliches festzuhalten. Der lateinische Wortursprung protrahere (hervor-ziehen) erinnert daran, wie eng damit ein Prozess des Entdeckens und Offenlegens verknüpft ist. Es geht um das Ergründen und Sichtbarmachen des Charakters, der Persönlichkeit und auch der Geschichte des zu portraitierenden Menschen.

 

Zugleich spiegelt jedes Portrait immer auch ihren Hervorbringer wider, denn seine Sicht und seine Ausdruckssprache sind es, in deren Licht das Modell erscheint.

 

Der Weg zum gelungenen Portrait ist ein Zwiegespräch mit dem Gegenüber, das der Künstler mittels seines Blickes, seiner Beobachtung und seiner Einfühlung führt. Während es auf der einen Seite das feine Sensorium des Künstlers für die realistische Nachempfindung bezeugt, so transzendiert das Portrait diese zugleich: auf das hin, was wir das „Innere“, das „Wesen“ eines Menschen nennen.

 

Die 6 Künstlerinnen und Künstler

Sara Assadi - Malerei und Objektrahmen| Jan Beumelburg - Malerei, Zeichnung und Radierung | Frank Jerke - Photographie | Hamid Sadighi Neiriz - Inszenierte Photographie | Ilona Ottenbreit - Malerei und Zeichnung | Boriana Pertchinska - Malerei und Transformation auf Holz und Jute

16. August 2019 18:00-21:00

Vernissage mit musikalischen Interpretationen von Musiker, Sänger, Komponist und Texter Zhenja Oks

 

22. September 2019 17:00-20:00

Finissage mit Lesung von Lilian Noetzel begleitet von Kompositionen des Gitarristen Michael Aquarius

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Figures as Ornaments: Leiber, die zu ornamentähnlichen Formationen werden, ornamentale Strukturen, die zu ausdrucktragenden Körpern auswachsen - Tiere, Menschen, Zwischenwesen. Ein Changieren zwischen Linie, Form und einem metaphysisch aufgeladenen Reich der Gestalten.

 

Titelgebend für die Ausstellung ist eine Werkserie der Künstlerin Maria Wirth (*1987 Berlin), die seit 2018 von der Dekonstruktion und formalen Verzerrung des menschlichen und immer wieder auch tierischen Körpers in Kommunikation mit Rhythmen ornamentaler oder abstrahierter organischer Formen geprägt ist. Immer wieder geht es um den Moment, in dem Linie und Form in Bewegungssuggestionen, Gefühlsanmutungen und auch synästhetische Charaktere umschlagen: es geht um Gestaltwerdung und Gestaltauflösung. Aus philosophischer Perspektive ist die Werkserie ein Nachdenken über die Einheit und Konsistenz von Identität und Bedeutung.

 

Als Gastkünstler begrüßen wir den Iraner Mohsen Tighbakhsh alias Tiba (*1968 Teheran). Seine Malgründe sind handgewebte Teppiche vor allem aus Iran aber auch aus anderen Ländern wie Türkei, Griechenland und Nordafrika. Sie sind Zeugen uralter Lebensformen und besitzen je nach Herkunft spezielle Farben, Strukturen, Materialien und Alter. Unter Tibas Händen, seinerseits auch Meister der Webtechnik und virtuoser Tätowierer, entstehen auf diesen seltenen Teppichen spiralisch konturierte Figuren, die den rauen, haptischen Charakter des Hintergrundes mit farbiger Strahlkraft und einer Leichtigkeit in der Form durchbrechen. Jedes Motiv findet seine Balance in einem Miteinander von Figuration und Abstraktion.

 

04. Mai 2019 Vernissage

18:00-21:00 - persische Improvisationen von Farhang Moshtagh und Sepehr Lajevardi

 

31. Mai 2019 Finissage

19:30 Lesung der Autorin Lilian Noetzel begleitet von Hakan Tuğrul an der Santur

 

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Zwielicht. Mit der Dämmerung wird alles Sichtbare in eine unheimliche Mehrdeutigkeit getaucht. Diesem Übergang von Tag zu Nacht, der unsere Wahrnehmungen unsicher werden lässt, wohnen eine eigentümliche Magie und das Vermögen inne, unsere Phantasie in Bewegung zu versetzen.

Die Ausstellung versammelt Arbeiten von Dana Bennewitz und Jan Beumelburg, in denen sich der Begriff des „Zwielichts“ in seinen ganz verschiedenen Bedeutungen widerspiegelt. Wir begegnen der geheimnisvollen Ambivalenz von Träumen und alten Mythen, Auseinander-setzungen mit dem „Unbewussten“ und originellen Lösungen für einen Spagat zwischen Wirklichkeit und Imagination.

 

Ahnungen des Geheimnisvollen und Magischen haben schon immer menschliche Gesellschaften begleitet. Jedoch: Sind wir heute ihrer nicht umso mehr bedürftig, heute, in einer Welt der Ökonomiefixierung, Rationalisierung und Effektivierung? Das ist eine der Fragen, die uns diese Ausstellung mitgeben kann.

 

03.11.2018 Vernissage mit Nikolai Ivanov OM und Anai Valrad 18:00-21:00

 

01.12.2018 Finissage mit Michael Aquarius und Uwe Mikulla 18:00-21:00

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UnMaking Characters. Die Frage nach dem Ich ist seit der Moderne der Scheidepunkt für das Gelingen des eigenen Lebens - We are made and we are making characters.

 In dieser Ausstellung lassen sich Sara Assadi (Iran), Maria Wirth (Deutschland) und Marek Benczewski (Polen) von der Bedeutungskomplexität des englischen Wortes Character inspirie-ren, um zeitgenössische Vorstellungen und Erfahrungen des Selbst mit künstlerischen Mitteln zu reflektieren. Das Selbst als „Character“ ist Persönlichkeit, ist individuelle Psyche, ist Expression, ist Imperativ. Es ist ein sowohl gemachter wie auch sich selbst kreierender Prozess.

 Um das sichtbar zu machen, experimentieren die drei KünstlerInnen mit dem „UnMaking“, das heißt, der Dekonstruktion von Charakteren. Der Gehalt ihrer Arbeiten entsteht durch das Auflösen, das Entflechten von klaren Rollen, Formen und Vorstellungen.

 

01.09. Vernissage mit Bratsche-Interpretationen von Yossi Gutmann - 18:00-21:00

 

28.09. Cello Performance und Tanz mit Anton Halbblut & Kana Tanaka - 19:00-21:00

Im Gespräch mit Sara Assadi über ihre aktuelle Werkserie und die Ausstellung UnMaking Characters im ArtStudio Maria Wirth - Vernissage am 01. September 2018, 18:00-21:00

Eine kleine Skizze, doch viel zum Drübernachdenken!
Marek Benczewski, einer der ausstellenden Künstler in der "UnMaking Characters" Ausstellung, ist ein aufmerksamer Detektor der Zeitgeschichte, die er mit scharfer Bleistiftspitze oder fließender Tuschefeder ins Visier nimmt. Seine Arbeiten, fein im Detail und dazu aufgelegt den Sinn des Betrachters herauszufordern, verstehen sich als Denkstücke über die Gegenwart. Durch ihren mal poetischen, mal grotesken Gestus werden sie zu gezeichneten Metaphern des Lebens. Nicht zufällig befindet sich manchmal das Wesentliche außerhalb des Bildes.

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Surreal Gardens. Between Baku and Berlin

 

Erstmalig präsentieren Günay Shamsi, Aserbaidschan, und Maria Wirth, Deutschland, gemeinsam in einer Ausstellung ihre Malereien und Objekte. Auf je individuelle Weise versetzen sie surrealistische Gestaltungsprinzipien und Motive in ein neues, lebendiges und experimentierfreudiges Feld junger, postpostmoderner Kunstschöpfung.

Die facettenreichen, feinsinnigen und diskussionsstiftenden Ideenwelten, die in den Kunstwerken von Günay Shamsi und Maria Wirth zu Sichtbarkeit gelangen, sind in dieser Ausstellung darüber hinaus zu einer ästhetischen Gesamtkomposition verbunden: zu einem surrealen Garten, der zum Durchwandern und Durchdenken einlädt.

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Maria Wirth SUI-SIDES

 

Kunstwerke sind Grenzgewebe, das Schaffen von Kunst ist ein Gang entlang von Grenzen und über sie hinweg.

 

Die Sui-Sides Exhibition der Künstlerin Maria Wirth versammelt Werke, deren gemeinsamer Nenner die Befragung und Sichtbarmachung ihrer Selbst sind - ein exzentrischer Versuch des gnothi thou heauton, des „Erkenne dich selbst“ der griechischen Antike, mit einer besonderen Liebe zu Farbe und Bewegung.