Zwielicht. Mit der Dämmerung wird alles Sichtbare in eine unheimliche Mehrdeutigkeit getaucht. Diesem Übergang von Tag zu Nacht, der unsere Wahrnehmungen unsicher werden lässt, wohnen eine eigentümliche Magie und das Vermögen inne, unsere Phantasie in Bewegung zu versetzen.

Die Ausstellung versammelt Arbeiten von Dana Bennewitz und Jan Beumelburg, in denen sich der Begriff des „Zwielichts“ in seinen ganz verschiedenen Bedeutungen widerspiegelt. Wir begegnen der geheimnisvollen Ambivalenz von Träumen und alten Mythen, Auseinander-setzungen mit dem „Unbewussten“ und originellen Lösungen für einen Spagat zwischen Wirklichkeit und Imagination.

 

Ahnungen des Geheimnisvollen und Magischen haben schon immer menschliche Gesellschaften begleitet. Jedoch: Sind wir heute ihrer nicht umso mehr bedürftig, heute, in einer Welt der Ökonomiefixierung, Rationalisierung und Effektivierung? Das ist eine der Fragen, die uns diese Ausstellung mitgeben kann.

 

03.11.2018 Vernissage mit Nikolai Ivanov OM und Anai Valrad 18:00-21:00

 

01.12.2018 Finissage mit Michael Aquarius und Uwe Mikulla 18:00-21:00

UnMaking Characters. Die Frage nach dem Ich ist seit der Moderne der Scheidepunkt für das Gelingen des eigenen Lebens - We are made and we are making characters.

 In dieser Ausstellung lassen sich Sara Assadi (Iran), Maria Wirth (Deutschland) und Marek Benczewski (Polen) von der Bedeutungskomplexität des englischen Wortes Character inspirie-ren, um zeitgenössische Vorstellungen und Erfahrungen des Selbst mit künstlerischen Mitteln zu reflektieren. Das Selbst als „Character“ ist Persönlichkeit, ist individuelle Psyche, ist Expression, ist Imperativ. Es ist ein sowohl gemachter wie auch sich selbst kreierender Prozess.

 Um das sichtbar zu machen, experimentieren die drei KünstlerInnen mit dem „UnMaking“, das heißt, der Dekonstruktion von Charakteren. Der Gehalt ihrer Arbeiten entsteht durch das Auflösen, das Entflechten von klaren Rollen, Formen und Vorstellungen.

 

01.09. Vernissage mit Bratsche-Interpretationen von Yossi Gutmann - 18:00-21:00

 

28.09. Cello Performance und Tanz mit Anton Halbblut & Kana Tanaka - 19:00-21:00

Im Gespräch mit Sara Assadi über ihre aktuelle Werkserie und die Ausstellung UnMaking Characters im ArtStudio Maria Wirth - Vernissage am 01. September 2018, 18:00-21:00

Eine kleine Skizze, doch viel zum Drübernachdenken!
Marek Benczewski, einer der ausstellenden Künstler in der "UnMaking Characters" Ausstellung, ist ein aufmerksamer Detektor der Zeitgeschichte, die er mit scharfer Bleistiftspitze oder fließender Tuschefeder ins Visier nimmt. Seine Arbeiten, fein im Detail und dazu aufgelegt den Sinn des Betrachters herauszufordern, verstehen sich als Denkstücke über die Gegenwart. Durch ihren mal poetischen, mal grotesken Gestus werden sie zu gezeichneten Metaphern des Lebens. Nicht zufällig befindet sich manchmal das Wesentliche außerhalb des Bildes.

Surreal Gardens. Between Baku and Berlin

 

Erstmalig präsentieren Günay Shamsi, Aserbaidschan, und Maria Wirth, Deutschland, gemeinsam in einer Ausstellung ihre Malereien und Objekte. Auf je individuelle Weise versetzen sie surrealistische Gestaltungsprinzipien und Motive in ein neues, lebendiges und experimentierfreudiges Feld junger, postpostmoderner Kunstschöpfung.

Die facettenreichen, feinsinnigen und diskussionsstiftenden Ideenwelten, die in den Kunstwerken von Günay Shamsi und Maria Wirth zu Sichtbarkeit gelangen, sind in dieser Ausstellung darüber hinaus zu einer ästhetischen Gesamtkomposition verbunden: zu einem surrealen Garten, der zum Durchwandern und Durchdenken einlädt.

Maria Wirth SUI-SIDES

 

Kunstwerke sind Grenzgewebe, das Schaffen von Kunst ist ein Gang entlang von Grenzen und über sie hinweg.

 

Die Sui-Sides Exhibition der Künstlerin Maria Wirth versammelt Werke, deren gemeinsamer Nenner die Befragung und Sichtbarmachung ihrer Selbst sind - ein exzentrischer Versuch des gnothi thou heauton, des „Erkenne dich selbst“ der griechischen Antike, mit einer besonderen Liebe zu Farbe und Bewegung.