Maria Wirth, Berlin, artist, painting
(c) Christian Wewerka

 

Obwohl figurativ und stilistisch in einer surrealistischen Tradition stehend, sind meine Gemälde das direkte Gegenteil von jeder Illustration oder Visualisierung vorgegebener Konzepte. Ganz im Gegenteil bilden sich in jedem Schaffensprozess Konzepte allererst aus: hermetische Konzepte, die einem Dialog aus Form- und Farbbewegung entspringen, der sich bei jedem künstlerischen Akt individuell und immanent entwickelt. Dabei lösen sich Ideen wie „das Weibliche“, „das Männliche“, „das Hermaphroditöses“, „das Intersexuelle“, "Tier" und "Mensch, "Objekt" und "Subjekt" von ihrer Klassifikationsfunktion und werden zu fluktuierenden Prinzipien künstlerischer Komposition.

 

Wohin ich vordringen will, ist all das Verdichtete, Verschränkte, Ambivalente der Existenz, das sich in jeder Wortsprache in Begriffen auflösen und seine Opazität verlieren muss. Das Reich der Worte ist endlich.

Maria Wirth, painting, artist, berlin