Maria Wirth

Körperlichkeit und das gesamte Spektrum ihrer in die psychische Realität hineingreifenden und identitätsstiftenden Bedeutung für den Menschen - dies ist für die Künstlerin wie die Philosophin das leitende Thema ihrer Malerei, Mixed Media-Arbeiten und Graphiken.

 

Obwohl figurativ und stilistisch in einer surrealistischen Tradition stehend, sind die Werke das direkte Gegenteil von jeder Illustration oder Visualisierung vorgegebener Konzepte. Ganz im Gegenteil bilden sich in jedem Schaffensprozess Konzepte allererst aus: hermetische Konzepte, die einem Dialog aus Form- und Farbbewegung entspringen, der sich bei jedem künstlerischen Akt individuell und immanent entwickelt. Dabei lösen sich Ideen wie „das Weibliche“, „das Männliche“, „das Hermaphroditöses“, „das Intersexuelle“, "Tier" und "Mensch, "Objekt" und "Subjekt" von ihrer Klassifikationsfunktion und werden zu fluktuierenden Prinzipien künstlerischer Komposition. Wohin ich vordringen will, ist all das Verdichtete, Verschränkte, Ambivalente der Existenz, das sich in jeder Wortsprache in Begriffen auflösen und seine Opazität verlieren muss. Hier endet das Reich der Worte, das begriffliche Denken stößt an seine Grenzen.