Maria Wirth

1987 in Berlin geboren, habe ich meinen künstlerischen Werdegang parallel zum Studium der Geisteswissenschaften aufgebaut - 2011 mit dem Abschluss B.A. Deutsche Philologie und 2015 als M.A. Philosophie an der Freien Universität Berlin.

 

Die figurativen Arrangements in meinen Malereien, den Zeichnungen, Collagen und Mixed-Media-Arbeiten gewinnen ihre inhaltliche und kompositorische Anregung aus der Verbindung von prägnanten Beobachtungen des Lebensalltags, autobiographischen Komponenten und Sentenzen aus Traum und vagabundierender Imagination.

 

Mein geisteswissenschaftlicher Hintergrund und die Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus anderen Genres wie Literatur, Theater und Musik spielen eine wichtige Rolle in dem Prozess, meine Arbeit immer wieder zu durchdenken sowie überindividuelle Fragen des zeitgenössischen Lebens zu identifizieren und im Medium der Kunst zu formulieren.

 

Primär sind meiner Kunstwerke - vor allem die Gemälde und experimentellen Serien - philosophische Positionen. Ich verstehe sie als „Denkstücke“, die Fragen, Diskussionen und kritische Überlegungen zu grundlegenden Themen des menschlichen Lebens anregen. All diese Themen basieren auf Konfrontationen und Herausforderungen, die mein eigenes Leben betreffen, entfalten jedoch im reflektierenden Prozess des künstlerischen Schaffens einen viel weiteren psychologischen, historischen, philosophischen und ästhetischen Reichtum. Ich folge einer dialektischen Strategie, die konfliktreiche Bedeutungs- und Wertsphären sowie kontrastierende Ausdrucksmittel (Farbe, Form, Rhythmus, Materialien usw.) miteinander in Verbindung bringt.

 

Über eine Dialektik in der Kunst zu sprechen, bedeutet für mich nicht nur, mit Ambivalenzen in der Bedeutung zu spielen. Vielmehr geht es darum, all die feinen Risse im Denkgewebe zu entdecken und sichtbar zu machen, vertieft durch das aufmerksame Gespür von mir als Künstlerin für alle magischen und intrinsischen Bedeutungen der Materie, mit denen ich arbeite.

 

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